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Gesundheitliches Risiken

Schimmelpilze - ein gesundheitliches Problem
 
Der Mensch ist - wegen dem natürlichen Vorkommen von Schimmelpilzen in der Umwelt - gut angepasst und weist gegenüber den Pilzen eine hohe natürliche Resistenz auf. Er reagiert daher nur selten mit ausgeprägten Krankheitssymptomen auf eine allgemeine Schimmelpilz- konzentration.
 
Anders dagegen, wenn sich die Schimmelpilzkonzentration qualitativ oder quantitativ von der so genannten “Hintergrundkonzentration” (die natürliche Konzentration in der Umwelt) unterscheidet und / oder die Hausbewohner stark in ihrer Abwehrfähigkeit geschwächt sind.
Allerdings sind allergischer Schnupfen, Bindehautentzündung oder Asthma auch schon bei kaum gesteigerter Pilzkonzentration aufgetreten.
Ob Allergien auftreten, ist zusätzlich von den genetischen Bedingungen, aber auch von der Barrierefunktion der Haut oder der Schleimhaut abhängig.

Das ist entscheidend für die Beurteilung eines Schimmelpilzrisikos

  1. Wie wird der Schimmelpilz aufgenommen (über die Atemluft, über die Schleimhäute, über die Hautoberfläche, ...)?
  2. Wie ist es um Ihre individuelle Konstitution bestellt?
  3. Wie hoch ist die Konzentration der schädlichen Schimmelpilze?
  4. Aus welcher Quelle kommen sie?
  5. Die Art  und Toxizität der Schimmelpilzspezies.

So können sich Schimmelpilze gesundheitlich auswirken

  1. Allergene Wirkung
    Grundsätzlich sind alle Schimmelpilze in der Lage, Allergien hervorzurufen. Die freien Allergene sind nicht nur an den Schimmelpilz oder seine Sporen (Fortpflanzungszelle) gebunden, sondern werden auch von Pilz selbst an den umgebenen Staub abgegeben.
    Zu den Alergeiformen zählt man den allergischen Schnupfen, das Asthma bronchiale oder auch die Neurodermitis. Die typischen Beschwerden sind Hautrötungen, Hautjucken, Niesen und Naselaufen sowie Asthma.
  2. Toxische Wirkung
    Schimmelpilze sowie deren gasförmige Ausscheidungen (MVOC = Microbial Volatile Organic Compounds) können toxische Wirkung haben.
    In feuchten und Schimmelpilzbefallenen Gebäuden werden Sick-Building-Symptomatiken wie Ausschläge, Juckreiz, Nasenbluten, Husten und Kopfschmerz (Davis 2001) ebenso geschildert wie Magen-Darm-Probleme oder Schwindel, Übelkeit und Müdigkeit.
    Zusätzlich führen die von Schimmelpilzen abgegebenen flüchtigen Schtoffwechselprodukte (MVOC) zu den charakteristischen Schimmelgerüchen, die in höheren Konzentrationen toxische Wirkung aufzeigen können.
  3. Infektionen
    Infektionen durch Schimmelpilze sind sehr selten und erfolgen am ehesten inhalativ. Betroffen sind überwiegend Personen mit lokaler oder allgemeiner Abwehrschwäche.

Was können Sie tun? Wenn Indizien oder Symptome für einen Schimmelpilzschaden sprechen, sollten Sie je nach Fragestellung einen unserer Sachverständigen, einen Baubiologen oder Arzt zu Rate ziehen.