(Schimmel)-Pilzsaison

Mit dem Einsetzen der kalten Jahreszeit verstärken sich die
Probleme mit Schimmelbefall in Wohnräumen. Verantwortlich
hierfür ist in erster Linie eine erhöhte Feuchtigkeit auf kalten Außenbauteilen. Die bauphysikalischen Zusammenhänge werden im folgenden Artikel erläutert.


Schimmelpilzbefall in Wohnräumen:
Schimmelpilze sind in unserer Umgebung weit verbreitet und tragen zur Zersetzung von kohlehydratreichen Substanzen (lebende und tote Pflanzenbestandteile) im natürlichen Stoffkreislauf bei. Die Pilze bilden auf und in den Substanzen feine Haargeflechte (Myzele) an denen sich Sporen bilden. Die Sporen verteilen sich durch Luftbewegung. Die Entwicklung der (Schimmel)-Pilze wird durch die folgenden drei Faktoren beeinflusst:
• Nährboden – Substrat (ist zum Wachstum erforderlich)
• Feuchtigkeit – (Schimmelwachstum erst ab rel. Oberflächenfeuchte > 70%)
• Temperatur – (Schimmelwachstum ist erst bei > 10°C möglich, bestes Wachstum bei ca. 30°C)

Der Nährboden und eine ausreichende Temperatur sind in unseren Wohnungen in der Regel vorhanden, so dass für die Beeinflussung des Schimmelpilzwachstums in erster Linie die Materialfeuchtigkeit zu beachten ist. Die Materialfeuchte muss möglichst gering gehalten werden. Erhöhte Feuchtigkeit kann durch Mängel am Bauwerk oder falsches Nutzerverhalten verursacht werden.

Mängel am Bauwerk können sein oder sind:
• ungenügende Wärmedämmung
• vermeidbare Wärmebrücken
• Feuchtigkeit im Bauteil (Risse in der Fassade – unzureichender Schlagregenschutz, Leitungsschäden, Baufeuchte)

Falsches Nutzerverhalten ist:
• erhöhte Feuchteproduktion (Wäsche trocknen in der Wohnung, Aquarium, übermäßige Aufstellung von Zimmerpflanzen o.ä.)
• unzureichender Luftwechsel durch Kipplüftung
• zu große Abstände zwischen den Lüftungsphasen
• unzureichende Beheizung
• Aufstellung von Einrichtungsgegenständen ohne ausreichenden Abstand zu Außenwänden