Tipps zur Vermeidung

 Tipps zur Vermeidung von Schimmelpilzen 
 
 Was können Sie tun, um einen Schimmelpilzbefall zu ver- meiden?

Regelmäßiges und richtiges lüften
Gleichmäßiges heizen
Keine großen Möbel vor Außenwände
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Regelmäßiges Stoßlüften 

Regelmäßiges Stoßlüften ver- mindert das Schimmelpilzrisiko erheblich. So kann in einem Drei-Personen-Haushalt mit einer Feuchtigkeitsproduktion von 8 bis 12 Litern pro Tag entstehen. Vier mal täglich Querlüften vermindert die Raumluftfeuchte deutlich und reduziert die Schimmelpilz- gefahr.

 
Ausreichendes Lüften

Wenn wir vom “richtigen Lüften” sprechen, ist das individuelle Nutzerverhalten natürlich zu berücksichtigen.
Grundsätzlich falsch ist es, den ganzen Tag über das gekippte Fenster zu lüften.
Schon aus hygienischen Gesichtspunkten sollte etwa vier mal am Tag quergelüftet werden. Zeigt sich während der Wintermonate Schwitzwasser an Isolierglasscheiben oder

auf Fliesen ist das ein Zeichen, dass der Lüftungsvorgang noch nicht abgeschlossen ist.
Anfallende Feuchtigkeit sollte während des Entstehens hinaus gelüftet werden. Wo dies nicht möglich ist (Bad, ..) muss nach der Nutzung um so gründlicher gelüftet werden.

Achten Sie auch bei Möbeln oder großen Einrichtungsgegenständen, dass diese unterlüftet und hinterlüftet werden können. Füße unter Schränken und das Abrücken um mindestens 10 cm sollten selbstverständlich sein, um die zirkulierende Wärme an die Außenwände zu führen und anfallende Feuchte zu reduzieren.

Im Neubau sollte in den ersten drei Jahren durch intensives und verstärktes Heizen und Lüften die enormen Mengen an Feuchtigkeit gezielt abgeführt werden.

Kontaktieren Sie Ihren SchimmelSachverständigen, um im Schadensfall das gezielte Vorgehen abzusprechen und zu koordinieren.
 
Kellerräume richtig lüften

In Kellerräumen und Souterrainwohnungen ist die Wandtempera- tur auch im Sommer in der Regel niedrig.
Häufiges Lüften   mit warmer, feuchter Außenluft im Sommer ist hier nicht der richtige Weg: Immer mehr Feuchtig- keit gelangt in den Raum und kondensiert an den kühlen Umfassungswänden.
Lüftung sollte also nur erfolgen, wenn die Außenluft deutlich kühler als die Oberfläche der Wände ist.
Abhilfe ist mit einer besseren Wärme- dämmung, durch das gezielte Beheizen oder durch technische Trocknung möglich.
 
Der Lüftungsrechner

Hier können Sie Ihr Lüftungs- verhalten ganz einfach selbst überprüfen.

Tragen Sie in die Tabelle Ihre Wohnfläche, die Raumhöhe und die Anzahl von Personen, Kochvorgängen und Duschbädern etc. ein. Umgehend erhalten Sie einen Überblick, wie oft Sie am Tag lüften solten, um Feuchte- und Schimmelschäden vorzubeugen.

Lüftungsrechner

Badezimmerfenster auf 

Duschen und Baden erzeugt eine große Menge an Feuchtig- keit. Bis zu 1,7 kg pro Stunde fallen beim Duschen an.
Schwitzwasser an Isolierglas- scheiben oder auf den Fliesen sind ein sicheres Zeichen, dass der Lüftungsvorgang noch nicht abgeschlossen ist.
Niemals dürfen mit der feuchten  Badezimmerluft angrenzende Räume “beheizt” werden. Kondensat und Schimmel wäre die Folge.

Kurzfristige Maßnahmen gegen den Schimmel

Wenn nicht sofort mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden kann ist zu prüfen, ob die befallenen Stellen übergangsweise gereinigt und desinfiziert werden können. Verwendung findet dafür 80%iger Alkohol, die oft zitierten Essiglösungen sind dafür ungeeignet.

Gezieltes Lüften und Heizen kann die die Feuchtigkeit an der befallenen Stelle reduzieren und ein weiteres Schimmelpilzwachstum reduzieren.

Zusätzlich sollten große Möbelstücke wie Schränke oder Sofas von den Außenwänden abgerückt werden. Deckenhohe schwere Vorhänge sollten abgehängt oder unterhalb der Decke (ca. 10 cm) an der Wand befestigt werden.

Die vielfach angebotenen Emulsionen und Sprühextrakte sind meistens ungeeignet, sichtbaren Schimmelpilzbefall dauerhaft zu entfernen. Die Ursache wie z. B. eine feuchte Mauer oder der Kondensatausfall auf Grund baulicher Mängel wird dadurch nicht beseitigt. Spätestens in der nächsten Heizperiode finden die verbliebenen Sporen wieder optimale Wachstumsbedingungen.

Grundsätzlich sollten Sie bei allen Arbeiten darauf achten, dass kein Staub aufgewirbelt wird, um die Sporenverteilung über die Raumluft zu reduzieren. Denken Sie auch an Ihre eigenen Schutzmaßnahmen wie Mundschutz oder Gummihandschuhe.

Langfristige Maßnahmen

Grundvoraussetzung für den Erfolg einer grundlegenden Sanierung ist die Beseitigung der Ursachen, alle bauseitigen Mängel sind zu beheben. Dazu bedarf es Sachverstand und Bauerfahrung.

Kontaktieren Sie einen unserer SchimmelSachverständigen, um das gezielte Vorgehen abzusprechen und zu koordinieren.